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17.05.2010, 20:47 Das "Best Of" der Versammlungsleitung am Bundesparteitag 2010.1 der Piratenpartei in Bingen

Hier ein netter Auszug der besten Sprüche von Versammlungsleiter Stefan Körner auf dem Bundesparteitag der Piratenpartei in Bingen.

Tag 1

  • 10:55: Kommentar aus der Versammlung: "der bayrische Versammlungsleiter wurde um freundlichen Ton gebeten"
  • 12:18: Als Rechtfertigung: "Alle haben gesagt der Antrag ist blöd"
  • 14:54: "Seid ein bisschen leiser, und auf den Gängen wird nicht gerannt"
  • 18:30: "Mein Gott, ihr habt IRC, ihr habt Twitter, könnt ihr nicht einmal die Klappe halten?"
  • 19:00: "Nächste Frage an das Plenum: Interessiert euch das eigentlich?"
  • 19:16 wurde dem Versammlungsleiter zufällig das Mikro abgedreht :-)
  • 20:25: "Haltet mal einen moment ... ... inne"

Tag 2

  • 11:06: "Wenn ich frage, wer ist dafür, gehen 400 Hände hoch, bei dagegen sind es 3, da will ich keinen Antrag auf Auszählung"
  • 14:13: Vor dem Redebeitrag von Leena: "Der Pirat am Mikrofon 2..."
  • 16:38: "Darf ich die Rednerliste erstmal öffnen, bevor wir die Rednerliste schließen?"
  • 17:15: "Wehe, es ruft einer Zugabe!"

Nachtrag...

  • "Das ist der verkehrte, die 9 und die 5 sind bei neunundfünzig anders rum" (thx @PitaPoison für den Hinweis)
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10.05.2010, 14:02 Piraten mit 1,54% in Nordrhein-Westfalen: Ein lachendes und ein weinendes Auge

Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut...
Obwohl die Piraten mit 119.581 Stimmen erneut als stärkste noch nicht im Parlament vertretene Partei bestätigt wurde, kann man sich über das Ergebnis nicht so recht freuen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, die wir jetzt genau analysieren sollten.
Bei den Jungwählern konnten die Piraten erneut ein gutes Ergebnis einfahren - das ist weder überraschend, noch ist das alleine ausreichend.
Angesichts einer Wahlbeteiligung von nur 59,3% muss man sich klar einige Fragen Stellen. Waren wir präsent genug? Konnten wir den Menschen unsere Themen gut genug vermitteln? Hätten wir mehr tun können?
Keine Frage: Danke an alle Piraten, die in NRW gekämpft haben, ohne die es überhaupt kein Ergebnis gegeben hätte. Und danke an alle, die den Piraten in NRW ihre Stimme gegeben haben.
Lernen wir daraus. Verbessern wir uns. Bringen wir den Menschen unsere Themen besser näher. Werden wir sichtbarer und hörbarer
Wir haben aber auch bewiesen, dass die Piratenpartei keine Eintagsfliege ist.
Wir schulden es nicht nur den 119.581 Menschen, die uns in Nordrhein-Westfalen ihr Vertrauen geschenkt haben, dieses Ergebnis nicht als Niederlage zu bewerten, sondern als Symbol, dass wir noch sehr viel mehr tun müssen. Erfolg kommt nicht von selbst.
2011 liegen viele wichtige Wahlen vor uns. ACTA, JMStV, INDECT, etc., etc. ... Das wird nicht einfach aufhören. Also ich gebe nicht einfach auf. :-)
Update: Weitere Berichte (laufend aktualisiert):
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20.04.2010, 21:24 GSM/UMTS Mobilfunk-Provider mit fehlerhaften Proxy-Servern

Die transparenten Proxy-Server der UMTS-Provider sind vorgeblich dazu gedacht, die Internetnutzung über Mobilfunknetze zu beschleunigen. Dazu werden die geladenen Inhalte, vor allem HTML-Seiten und Bilder, von Proxy-Servern der Netzbetreiber nachbearbeitet. Je nach Provider ist das recht schwer zu umgehen, da einige der Provider scheinbar sogar die dafür gedachten HTTP-Statements (Cache-Control) nicht beachten und dennoch zuschlagen.
Diese Vorgehensweise ist nicht nur bedenklich - nirgendwo ist in Wahrheit exakt dokumentiert wie welche Inhalte warum behandelt werden - diese Funktionalität ist noch dazu mit schwerwiegenden Fehlern behaftet.
Beispielsweise werden extern referenzierte CSS und JavaScript-Dateien direkt in das aufrufende Dokument integriert, um die Zahl der Aufrufe zu reduzieren. Ist eine Seite bereits gut optimiert, wie in meinem Fall, führt das aber zu einer deutlichen Verlangsamung der Seite und mehr Traffic, da der dumme Proxy optimierte Strukturen einfach umgeht.
Außerdem ist die Methodik dahinter schwerst Fehlerbehaftet. In extern referenzierten CSS- und JavaScript-Dateien, die über korrekte MIME-Typen verfügen (text/javascript bzw. text/css), spielen Sonderzeichen keine Rolle. Bestimmte Zeichen, die in XML eine besondere Bedeutung besitzen und codiert werden müssen, können im Klartext abgelegt werden, z.B. > oder <.
Nicht so, wenn man diese inline innerhalb von <style>- bzw. <script>-Tags nutzt. In diesem Fall ist es klarerweise notwendig, den Inhalt korrekt zu codieren und die Zeichen durch ihre XML-Entities zu ersetzen, da man anderenfalls das XML-Dokument brechen würde.
Leider ignorieren die Proxy-Server der UMTS-Provider das meines Wissensstands durchgängig und erzeugen so fehlerhafte Dokumente. Während bei HTML-Dokumenten das nicht so tragisch ist, und lediglich die Darstellungsgeschwindigkeit der Seiten weiter reduziert (die meisten Browser parsen die Seite dann im Quirks-Modus und ignorieren somit den Fehler), führt dies bei korrekten XHTML-Seiten mit korrektem MIME-Typ (application/xhtml+xml) dazu, dass die Seite überhaupt nicht mehr angezeigt werden kann, da es sich nicht mehr um ein gültiges XML-Dokument handelt.
Die Zwangs-Proxy der Provider machen also meine Seite nicht nur langsamer und vergrößern die zu übertragende Datenmenge indem sie meine Optimierungen zerstören, sondern sie machen im Extremfall ein gültiges XHTML+XML-Dokument unbrauchbar und somit die Seite nicht darstellbar!
Um das Problem zu umgehen muss man zu einer unschönen Methode greifen, und in seinen Skripten davon ausgehen, dass sich diese jederzeit unmodifiziert in einem XML-Tag befinden können. Um das zu erreichen muss man seine Skripte präventiv in einen speziellen SGML-Abschnitt packen: CDATA (Character Data). Diese Direktive weist den XML-Parser an, alle besonderen Zeichen innerhalb des Abschnitts nicht zu interpretieren. Da das Script aber dennoch gültiges JavaScript (für MIME text/javascript) sein sollte, muss man die SGML-Abschnittsdefinition in einen JavaScript-Kommentar setzen.
Das kann beispielsweise so aussehen:
//<![CDATA[
alert("Pfeilklammern: < > ");
//]]>
Die Scripts dieser Seite sind ebenfalls damit umfasst, siehe: /js/core
Die gleiche Funktionalität ist bei CSS notwendig, wenn zum Beispiel verschachtelte Strukturen betroffen sind:
/*<![CDATA[*/
div > p {color:red;}
/*]]>*/
Ich hoffe ja immer noch, dass die Mobilfunkprovider auf dieses destruktive "Feature" in Zukunft als ganzes verzichten.
Einstweilen kann man diese - unschöne - Methode nutzen, um zu verhindern, dass eigene XHTML-Seiten über GSM/UMTS-Mobilfunknetze, nicht nur auf Android, BlackBerry, iPhone, etc., sondern auch auf Notebooks, usw. wegen XML-Fehlern nicht korrekt dargestellt werden können.
In Deutschland setzen derzeit scheinbar mit O2, Vodafone, T-Mobile und E-Plus alle Netzbetreiber auf diese unschöne Technologie.
In Österreich sind transparente Proxy-Server bei A1/Mobilkom, Orange, Telering und 3 (Drei) im Einsatz.
Über die Schweiz liegen mir derzeit keine Daten vor, es kann allerdings angesichts des allgemeinen Trends davon ausgegangen werden, dass auch hier Web-Dokumente zwangsverstümmelt werden.

19.04.2010, 13:36 Piraten Landesparteitag BW 2010.1: Wir haben viel, viel, viel vor :-)

Dave kommentiert das GO-Mikado :-) Man kann auf den Landesparteitag mit gemischten Gefühlen zurückblicken. Aufgrund teilweise Mikado-ähnlicher GO-Anträge ist leider viel Zeit mit relativ sinnlosen Verfahrensdiskussionen vergangen, wodurch jetzt gerade mal die Hälfte des Wahlprogramms als abgesegnet gelten kann.
Vielleicht könnte es ja nicht schaden, wenn wir das nächste mal Dave (Bild) zum Versammlungsleiter machen würden? ;-)

Vorwürfe an den alten Vorstand

Der alte Vorstand musste sich einiges an Kritik gefallen lassen. Vor allem Orca war aufgrund der Kassenführung unter Beschuss. Das war teilweise schon bizarr wenn man bedenkt dass sich während seiner Amtszeit die Zahl der Mitglieder mehr als verdoppelt hat und es eine Bundestagswahl gab. Natürlich hätte es besser laufen können. Es kann immer besser laufen. Wir könnten ja auch ein fertiges Wahlprogramm haben - aber manchmal sind die Dinge eben schwieriger als erwartet.
Auch ist der Bericht der Rechnungsprüfer immer noch ausständig, bevor der nicht vorliegt macht es gar keinen Sinn irgendwelche Kreuze zu schnitzen ;-)
In meinen Augen ist es aber durchaus berechtigt, dem alten Vorstand zu wenig Arbeit an einer Vernetzung vorzuwerfen. Die Stammtische und Crews arbeiteten teilweise sehr isoliert voneinander, eine bessere Koordination aller hätte hier mit eigentlich wenig Aufwand viel bewirken können. Die Frage, wie es mit der Akkreditierung von Mitgliedern, die ihren Beitrag in Raten zahlen, aussieht, hat gezeigt, dass die Leute da im Vorfeld scheinbar nicht ausreichend miteinander geredet haben.
Auf den 30.02.1984 muss ich wahrscheinlich nicht näher eingehen, dieses Datum wird wohl vielen Piraten als Paradebeispiel für schlechtes Timing gepaart mit dem Gegenteil von gut - gut gemeint - in Erinnerung bleiben.

Bessere Vernetzung, mehr Unterstützung

Vor allem Tirsales als der neue Vorsitzende und Gunther, der neue Generalsekretär, haben bei ihrer Kandidatur betont, sich für eine bessere Vernetzung des Landesverbandes einzusetzen. Es ist unheimlich wichtig dass wir unsere Kräfte in Zukunft besser bündeln, daher hoffe ich, dass der Vorstand sein "Wahlversprechen" einhält :-)
An die beiden Beisitzenden, Carsten und Florian, richtet sich vor allem die Erwartung, den Schatzmeister zu unterstützen und zu entlasten. Bei ihrer Wahl hat die Frage nach Vorkenntnissen in Rechnungswesen usw. eine primäre Rolle gespielt.

Die Krux mit dem Wahlprogramm

Irgendjemand hat ursprünglich abgeschätzt, wir könnten in 6 Stunden damit durch sein. Gut zu wissen das es noch Optimisten unter uns gibt. Am Sonntag konnten gerade mal Punkt 1 - 4 und ein kleiner Teil von Punkt 8 abgesegnet werden. Einerseits haben wir ein umfangreiches Wahlprogramm, andererseits wurde unglaublich viel Zeit mit Verfahrensfragen verschwendet. Eine effiziente Abarbeitung der Punkte fand ironischerweise erst in den letzten Stunden vor Veranstaltungsende statt.
Leider hat sich aber auch gezeigt, dass sich viele Mitglieder erst an Ort und Stelle mit dem Wahlprogramm befasst, obwohl verschiedene Bearbeitungsstände schon seit langer Zeit vorliegen. Ich denke mal wir hätten eine Stunde alleine dadurch gewinnen können, wenn sich alle LP-Teilnehmer den Entwurf wenigstens am Tag vorher durchgelesen hätten.

Einige waren vorbereiteter als andere :-)

Einige scheinen der Meinung zu sein, der Stammtisch Ludwigsburg sei durch seine Fülle an Vorschlägen an dem Dilemma schuld. Das halte ich für absurd. Wir brauchen ein vollwertiges Wahlprogramm, und die Ludwigsburger haben sehr viel Arbeit in ihre Vorschläge gesteckt. Ohne ihre Beiträge währen wir vermutlich auch nicht fertig geworden, hätten aber ein wesentlich dünneres Programm. Anstatt einen so aktiven Stammtisch jetzt mit Anschuldigungen zu konfrontieren sollte man den Leuten mal lieber für ihr Engagement danken, und vor allem: Sich das nächste mal schon vor dem Landesparteitag mit dem Programm befassen.

Weiteres Vorgehen

Da erst das halbe Wahlprogramm durch den Landesparteitag abgesegnet wurde, ist ein zweiter Landesparteitag notwendig. Der genaue Termin steht noch nicht fest, wird aber in den nächsten Tagen vom neuen Vorstand bekannt gegeben. Der nächste LP wird nach meinen bisherigen Informationen in Ludwigsburg stattfinden.
Bis dahin wurde eine Kommission damit beauftragt, die bisher beschlossenen Punkte redaktionell (aber nicht inhaltlich) nach zu bearbeiten. Dieser bearbeitete Entwurf wird dann dem nächsten LP vorgelegt.
So gesehen kann dieser LP dann auch als eine Art Feuertaufe für den neuen Vorstand gesehen werden. Wenn sich viele Mitglieder mit dem Thema wieder erst damit auseinander setzen, wenn bereits darüber abgestimmt wird, dann werden wir wieder das gleiche Problem haben.

Unterstützung für NRW

Ein schöner Nebeneffekt war die Unterstützung für die Piraten in NRW. Ein engagiertes Team von Leuten hat vor der Halle einige Piraten-Schiffchen angefertigt, die in den nächsten Tagen den Wahlkampfteams in NRW übergeben werden. Abgesehen von den Booten konnten die Gäste aus NRW noch einiges an weiterer Unterstützung für diese wichtige Wahl bei uns mobilisieren.

Fazit - Wahlprogramm

Wir haben einen umfangreichen Entwurf für ein sehr ambitioniertes Wahlprogramm, und es ist durchaus noch Zeit bis zur Landtagswahl in Baden-Württemberg. Obwohl es jetzt keine Glanzleistung ist, mit Verfahrensfragen Zeit zu verbraten, wir sind klar am richtigen Weg, das hat schon das große Interesse der anwesenden Piraten gezeigt, und deren Frust über fortlaufende Verzögerungen.
Ich denke (hoffe?) es haben alle daraus gelernt, und werden sich beim nächsten LP mit Verfahrensfragen zurückhalten sondern sich auf die Sach-Themen konzentrieren, die nicht schon vorher abgeklärt werden konnten.
Kleiner Nachtrag: Es war "nur" ein Gast der Piratenpartei NRW anwesend, nicht mehrere. Kleiner Fehler in der Überschrift korregiert.
Update: "Delegierte" durch "Landesparteitag" ersetzt. Man lernt nie aus. :-)
Update: Tauss hat ein Foto der Schiffe hochgeladen.

15.04.2010, 15:15 Lucid Lynx approaching

In one and a half weeks, Ubuntu will release version 10.04, Lucid Lynx. Since lucid is a long time release (LTR), there are relatively little revolutionary features. However, some of the previous innovations are now matured and ready for the LTR.
For admins of servers, the list of changes, compared to karmic, is rather small, especially if backport-repositories are in use. Some server applications are included in relevant new versions, for example PHP (5.2 -> 5.3, better performance and improved security) or the eBox-Packages (1.3 -> 1.5, much more mature platform).
Desktop-Users will see much more changes. Gnome is shipped in version 2.30, including some usability improvements in Nautilus, new administration features, cleanup to the UI in many applications, and finally some improvements to the library, removing deprecated stuff. A completely new UI-design has been introduced as well, making Gnome look a little bit more state of the art. KDE is shipped in version 4.4, fixing 7293 bugs and introducing all in all 1433 new features, compared to the previous version. Far more Plasma-Widgets are available and the previously existing ones have matured greatly. KDE 4.4 and Gnome 2.30 are from my point of view worthy releases for inclusion in a long time release.
Netbook-Users will be happy to hear, that the recently introduced netbook-remixes are finally somewhat finished. While previous version felt somewhat unfinished, especially kubuntu-netbook looks very promising.
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