Die etablierten politischen Parteien im Parlament haben einen großen Förderer: Den Nichtwähler. Die stärkste Fraktion im Land, wenn man so will. Wenn also jemand aus Ärger über die aktuelle Politik auf sein Wahlrecht verzichtet, schenkt er den Schuldigen an dieser Unzufriedenheit noch zusätzliches Gewicht.
Ein Nichtwähler ist bei einer Wahl der Förderer derer, die er ablehnt. Ein Nichtwähler bei der nächsten Bundestagswahl kann sich also leider wohl als Förderer der CDU/CSU betrachten. Warum? Diese Stimme fehlt dann auf der Gegenseite.
Viele Parlamentszombies, die für die Zensurgesetze von vdL gestimmt haben, taten dies quasi auf Mandat der Nichtwähler - weil Menschen knappe vier Jahre zuvor auf ihr Wahlrecht verzichtet, und damit indirekt den Inkompetenten zu Amt und Würde verholfen haben.
Ausserdem, wer Wählen geht, der hat das moralische Recht über die Politik zu jammern. Wie zahnlos klingt das denn, wenn man sich ständig beklagt, aber dann nicht zur Wahl geht? :-)
Es gibt also genau genommen keine "Nichtwähler". Es gibt immer Parteien, die von einem Stimmenverzicht profitieren. Überlegt euch also lieber genau, wen ihr da fördern wollt.