Cymaphore

Now and then

Our world is made of glass

20.07.2009, 11:34 Die Krux mit dem Wachstum

Die Piraten und ihre Anhänger erleben gerade, was auf den ersten Blick erschrecken mag, aber eigentlich ein gutes Zeichen ist: Eine gewisse Uneinigkeit und Zerstreuung. Was für sich genommen schlecht klingt ist ein gutes Indiz dafür, wie die Bewegung an Bedeutung gewinnt, für immer mehr Menschen.
Eine Bewegung wie die Piraten, bei der die Grenzen zwischen Basis und Spitze deutlich verschwommen sind, die noch in den Kinderschuhen steht, für die ist eine solche Situation beinahe vorprogrammiert. An sich ist das aber - wenn die Bewegung schafft, diese Herausforderung zu bestehen - eine gute Sache: Die Piraten werden organisatorisch erwachsen.
Die Organisationsstrukturen sind dem großen Zustrom an unterschiedlichen Unterstützern erst einmal nicht gewachsen. Ein Schwachpunkt ist ebenfalls, dass viele Unterstützer offensichtlich nicht über die volle Bandbreite an Kerninformationen und -argumenten verfügen.
Es ist wichtig, die Kräfte zu konsolidieren und zu bündeln. Die Bewegung muss noch stärker an einem Strang ziehen. Viele Stimmen, die die Ideen von Freiheit und Vernunft in die Welt hinaus tragen, philosophisch gesagt. Und vor allem: Nicht gegenüber den Medien einknicken, sich nicht mit Leyenargumenten niederkeulen lassen.
Eine große Chance der Bewegung ist der Dominoeffekt. Wenn die Piraten es schaffen den Online-Mob zu mobilisieren und zur aktiven Mobilisierung noch stärker einzubinden, dann haben wir auch eine reelle Chance bei den Wahlen. Das Potential ist da. In den Foren, Chats, Portalen und all den anderen Communities. Überall dort kann mit gezielter Thematisierung viel erreicht werden.
Es muss gelingen den Menschen klar zu machen, wofür die Piraten stehen, wie wichtig unsere Themen sind. Wir dürfen die "klare" Charakterisierung der Piratenpartei eben nicht den Medien überlassen. Das kann nur gelingen, wenn sich in den nächsten Wochen eine starke gemeinsame Informations- und Organisationsplattform etabliert und verbreitet, die auch außerhalb der Bewegung an Kredibilität gewinnt. Die derzeitige Piratenseiten verfehlen dieses Ziel leider noch sehr deutlich.

17.07.2009, 19:01 Things (will) happen

A side-effect of our life is the the permanent threat of things that could happen. We are in control of our own lifes, in certain limits. We are our own guardians, and we are each other guardians, in certain limits. Limits define our existence. Limits we see, limits that really exist, conditions for limits we don't see.
The world changes, every moment. It transforms. One day, trees, water, everything will be gone. It's up to us why it will be gone, how it will be gone. More than that: What's next...
Imagine millions of years... Change... It's up to us, to let our wisper sound in eternity... To act, to change, to make something durable...
Most people just live day by day, joy by joy, their existance is literally running out... What will remain? If our soul is the sum of footsteps we leave in society, how immortal are we? That's why many people believe...
You are at the fork, it's your choice... You can leave footsteps or you can shine for sometime until you dissolve. Neither way is perfect nor guarranteed. So we walk unnoticed under giants, dustcorns in the galaxy...
It's up to you, to make yourself heared. Our existance might be limited, but nothing is really impossible.

17.07.2009, 09:55 So it's not okay in "the real world"?

Currently, the german governments acts as if each and every user of the internet is a potential pedophile. Therefore, inefficient means are set in place, that will only help criminals in spreading theaterials by informing them about detection - but not STOPPing them at all. Thanks, madam minister. Basically the law seems to have only one reason: Making sencorship in the internet socially acceptable. This is done by an all inclusive accusion of the internet of beeing bad.
In "the real world" people obviously don't accept (quitetly) to be misstreated like that. As recently reported, some paranoid britain laws as reaction to a school janitors crimes, led to a general accusation of beeing pedophile to a large number of people, like authors of books for children.
Fortunately, these people don't go likely on beeing widely accused, fortunately they have their voices heared about such government actions. Many of them, first of all J.K. Rowling, protest against this gross undermining of our societies very principles.
Unfortunately, many other potential victims of stupid lawmaking are still almost unheared, while those, who should allegedly be protected by these stupid laws are more then ever in harms way.

16.07.2009, 15:20 How many people need to complain...

...so the german minister for families von der Leyen admits a misstake? Today we know. It takes only 1,166 billion people (estimated number of indian residents by july 2009).
Background: The minister accused wildly some "far away" countries of not having laws against child pornography, for example India. She didn't comment on experts pointing out that this is just wrong (a lie? a mistake?). Recently their ambassies, in the first place India, complained about these outrageous and (easily verifiable) completely wrong allegations.
Now the minister excused for the "mistake".
Unfortunately the unnumbered other mistakes in her propaganda arguments remain, just like her censorship-law, unchanged in place. Still, now even foreign officials could see how reliable her arguments are.

16.07.2009, 10:29 Christentum und Demokratie sind unvereinbar [Update]

Ich bin leicht empört, aber leider wenig überrascht. EMMA, nicht erst zuletzt durch seine zweifelhaften Aktionen aufgefallen, veröffentlicht schon wieder einen Artikel mit stark rassistischer Tendenz.
Eine ganze Religionsgemeinschaft aufgrund des Fehlverhaltens einer Staatsmacht zu Brandmarken, das ist schon übles Verhalten. Ich hätte nicht gedacht, dass EMMA es schafft in meinem Ansehen weiter zu sinken.
Und es ist völlig eindeutig, das Verhalten der Staatsmacht in Weißrussland, einen Christlichen Staat, zeigt: Christentum und Demokratie sind unvereinbar.
Es ist eine Sache die Untaten bestimmtern Staatsmachten zu kritisieren, aber in einem Athemzug eine ganze Religionsgemeinschaft verunglimpfen - Schande über euch EMMAs und eure islamophoben Hetzkampagnen.
Update: "Merkwürdig", der Link leitet jetzt plötzlich auf die Iran-Protestberichte weiter. Waren die verzerrend formulierten Auszüge aus dem FAZ-Interview dann doch zu heikel formuliert, oder hat da jemand seine Leseschwächen bewiesen, die im ursprünglichen Artikel falsch zitierte Stelle im Interview ist nämlich folgende:
Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass Islam und Demokratie vereinbar sind.– Schirin Ebadi, Inverview mit der FAZ
Update #2: Der Artikel ist wieder sichtbar und gibt das Zitat jetzt korrekt wieder. So liest sich das ganze gleich deutlich angenehmer.
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