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25.06.2010, 16:44 AdActaDay: Morgen Demonstration in Stuttgart

AdActaDay Demo Flyer StuttgartMorgen finden im Rahmen des #AdActaDay vielen Städten weltweit Demonstrationen gegen ACTA statt, so auch in Stuttgart. Gefordert wird Stopp und Offenlegung der geheimen Verhandlungen. Die wenigen Informationen die überhaupt über dieses Abkommen an die Öffentlichkeit gelangt sind sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Diesen Versuch, ein Gesetz, das dem unsäglichen DMCA gleicht international zur Anwendung zu bringen, müssen wir stoppen.
Samstag, 26. Juni
Treffpunkt: 15:00 Rotebühlplatz
Abschlußkundgebung: 16:00 Marktplatz (vor dem Rathaus)

Update

Berichte zu den Stuttgarter Kundgebungen:

17.06.2010, 10:51 Bugreport-Reaktionszeit bei Wolfram Alpha: 10 Monate

Vor 10 Monaten habe ich aus Interesse ein wenig mit Wolfram Alpha herumgespielt. Damals wurden da eine reihe API-Schnittstellen für externe Nutzung des Dienstes veröffentlicht, daher hatte ich Interesse daran, mir das Ding mal näher anzusehen.
Grundsätzlich hat es mir gefallen, jedoch enthielt es einen saublöden, aber eigentlich einfach zu korrigierenden Datenfehler: Alpha war der Meinung, in der Schweiz gäbe es keine Deutsch-Sprecher - ohne es scherzhaft zu meinen :-) ... Ebenfalls gab man als Ursprung der deutschen Sprache "Deutschland" an, was sprach-politisch und historisch zumindest fragwürdig ist.

Daher mein Bugreport an Wolfram, eingereicht am 31.8.2009:

The number of german speakers for switzerland is completely wrong. 6 mio german speaking people of swiss are not accounted for.
If you say "sure, but it's alemanic" then 1st, what are the "DACH"-countries, second, count away half of BW and west austria as well - because they speak there allemanic as well.
Also, place of Origin should be Austria, Germany, Switzerland, sice neither country has got more or less right to be stated "country of origin".
Ich dachte mir damals, dass die Korrektur eine Frage von ein paar Handgriffen ist, zumal diese Daten beim Bundesamt für Statistik der Schweiz frei verfügbar sind.
Jetzt, zehn Monate später, habe ich eine Benachrichtigung von Wolfram Alpha erhalten, dass sie mein Feedback erhalten, und das korregiert haben - siehe da, es stimmt. Warum es mehr als ein Dreivierteljahr gedauert hat, schreiben sie allerdings nicht dazu.

17.05.2010, 20:47 Das "Best Of" der Versammlungsleitung am Bundesparteitag 2010.1 der Piratenpartei in Bingen

Hier ein netter Auszug der besten Sprüche von Versammlungsleiter Stefan Körner auf dem Bundesparteitag der Piratenpartei in Bingen.

Tag 1

  • 10:55: Kommentar aus der Versammlung: "der bayrische Versammlungsleiter wurde um freundlichen Ton gebeten"
  • 12:18: Als Rechtfertigung: "Alle haben gesagt der Antrag ist blöd"
  • 14:54: "Seid ein bisschen leiser, und auf den Gängen wird nicht gerannt"
  • 18:30: "Mein Gott, ihr habt IRC, ihr habt Twitter, könnt ihr nicht einmal die Klappe halten?"
  • 19:00: "Nächste Frage an das Plenum: Interessiert euch das eigentlich?"
  • 19:16 wurde dem Versammlungsleiter zufällig das Mikro abgedreht :-)
  • 20:25: "Haltet mal einen moment ... ... inne"

Tag 2

  • 11:06: "Wenn ich frage, wer ist dafür, gehen 400 Hände hoch, bei dagegen sind es 3, da will ich keinen Antrag auf Auszählung"
  • 14:13: Vor dem Redebeitrag von Leena: "Der Pirat am Mikrofon 2..."
  • 16:38: "Darf ich die Rednerliste erstmal öffnen, bevor wir die Rednerliste schließen?"
  • 17:15: "Wehe, es ruft einer Zugabe!"

Nachtrag...

  • "Das ist der verkehrte, die 9 und die 5 sind bei neunundfünzig anders rum" (thx @PitaPoison für den Hinweis)

10.05.2010, 14:02 Piraten mit 1,54% in Nordrhein-Westfalen: Ein lachendes und ein weinendes Auge

Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut...
Obwohl die Piraten mit 119.581 Stimmen erneut als stärkste noch nicht im Parlament vertretene Partei bestätigt wurde, kann man sich über das Ergebnis nicht so recht freuen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, die wir jetzt genau analysieren sollten.
Bei den Jungwählern konnten die Piraten erneut ein gutes Ergebnis einfahren - das ist weder überraschend, noch ist das alleine ausreichend.
Angesichts einer Wahlbeteiligung von nur 59,3% muss man sich klar einige Fragen Stellen. Waren wir präsent genug? Konnten wir den Menschen unsere Themen gut genug vermitteln? Hätten wir mehr tun können?
Keine Frage: Danke an alle Piraten, die in NRW gekämpft haben, ohne die es überhaupt kein Ergebnis gegeben hätte. Und danke an alle, die den Piraten in NRW ihre Stimme gegeben haben.
Lernen wir daraus. Verbessern wir uns. Bringen wir den Menschen unsere Themen besser näher. Werden wir sichtbarer und hörbarer
Wir haben aber auch bewiesen, dass die Piratenpartei keine Eintagsfliege ist.
Wir schulden es nicht nur den 119.581 Menschen, die uns in Nordrhein-Westfalen ihr Vertrauen geschenkt haben, dieses Ergebnis nicht als Niederlage zu bewerten, sondern als Symbol, dass wir noch sehr viel mehr tun müssen. Erfolg kommt nicht von selbst.
2011 liegen viele wichtige Wahlen vor uns. ACTA, JMStV, INDECT, etc., etc. ... Das wird nicht einfach aufhören. Also ich gebe nicht einfach auf. :-)
Update: Weitere Berichte (laufend aktualisiert):
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20.04.2010, 21:24 GSM/UMTS Mobilfunk-Provider mit fehlerhaften Proxy-Servern

Die transparenten Proxy-Server der UMTS-Provider sind vorgeblich dazu gedacht, die Internetnutzung über Mobilfunknetze zu beschleunigen. Dazu werden die geladenen Inhalte, vor allem HTML-Seiten und Bilder, von Proxy-Servern der Netzbetreiber nachbearbeitet. Je nach Provider ist das recht schwer zu umgehen, da einige der Provider scheinbar sogar die dafür gedachten HTTP-Statements (Cache-Control) nicht beachten und dennoch zuschlagen.
Diese Vorgehensweise ist nicht nur bedenklich - nirgendwo ist in Wahrheit exakt dokumentiert wie welche Inhalte warum behandelt werden - diese Funktionalität ist noch dazu mit schwerwiegenden Fehlern behaftet.
Beispielsweise werden extern referenzierte CSS und JavaScript-Dateien direkt in das aufrufende Dokument integriert, um die Zahl der Aufrufe zu reduzieren. Ist eine Seite bereits gut optimiert, wie in meinem Fall, führt das aber zu einer deutlichen Verlangsamung der Seite und mehr Traffic, da der dumme Proxy optimierte Strukturen einfach umgeht.
Außerdem ist die Methodik dahinter schwerst Fehlerbehaftet. In extern referenzierten CSS- und JavaScript-Dateien, die über korrekte MIME-Typen verfügen (text/javascript bzw. text/css), spielen Sonderzeichen keine Rolle. Bestimmte Zeichen, die in XML eine besondere Bedeutung besitzen und codiert werden müssen, können im Klartext abgelegt werden, z.B. > oder <.
Nicht so, wenn man diese inline innerhalb von <style>- bzw. <script>-Tags nutzt. In diesem Fall ist es klarerweise notwendig, den Inhalt korrekt zu codieren und die Zeichen durch ihre XML-Entities zu ersetzen, da man anderenfalls das XML-Dokument brechen würde.
Leider ignorieren die Proxy-Server der UMTS-Provider das meines Wissensstands durchgängig und erzeugen so fehlerhafte Dokumente. Während bei HTML-Dokumenten das nicht so tragisch ist, und lediglich die Darstellungsgeschwindigkeit der Seiten weiter reduziert (die meisten Browser parsen die Seite dann im Quirks-Modus und ignorieren somit den Fehler), führt dies bei korrekten XHTML-Seiten mit korrektem MIME-Typ (application/xhtml+xml) dazu, dass die Seite überhaupt nicht mehr angezeigt werden kann, da es sich nicht mehr um ein gültiges XML-Dokument handelt.
Die Zwangs-Proxy der Provider machen also meine Seite nicht nur langsamer und vergrößern die zu übertragende Datenmenge indem sie meine Optimierungen zerstören, sondern sie machen im Extremfall ein gültiges XHTML+XML-Dokument unbrauchbar und somit die Seite nicht darstellbar!
Um das Problem zu umgehen muss man zu einer unschönen Methode greifen, und in seinen Skripten davon ausgehen, dass sich diese jederzeit unmodifiziert in einem XML-Tag befinden können. Um das zu erreichen muss man seine Skripte präventiv in einen speziellen SGML-Abschnitt packen: CDATA (Character Data). Diese Direktive weist den XML-Parser an, alle besonderen Zeichen innerhalb des Abschnitts nicht zu interpretieren. Da das Script aber dennoch gültiges JavaScript (für MIME text/javascript) sein sollte, muss man die SGML-Abschnittsdefinition in einen JavaScript-Kommentar setzen.
Das kann beispielsweise so aussehen:
//<![CDATA[
alert("Pfeilklammern: < > ");
//]]>
Die Scripts dieser Seite sind ebenfalls damit umfasst, siehe: /js/core
Die gleiche Funktionalität ist bei CSS notwendig, wenn zum Beispiel verschachtelte Strukturen betroffen sind:
/*<![CDATA[*/
div > p {color:red;}
/*]]>*/
Ich hoffe ja immer noch, dass die Mobilfunkprovider auf dieses destruktive "Feature" in Zukunft als ganzes verzichten.
Einstweilen kann man diese - unschöne - Methode nutzen, um zu verhindern, dass eigene XHTML-Seiten über GSM/UMTS-Mobilfunknetze, nicht nur auf Android, BlackBerry, iPhone, etc., sondern auch auf Notebooks, usw. wegen XML-Fehlern nicht korrekt dargestellt werden können.
In Deutschland setzen derzeit scheinbar mit O2, Vodafone, T-Mobile und E-Plus alle Netzbetreiber auf diese unschöne Technologie.
In Österreich sind transparente Proxy-Server bei A1/Mobilkom, Orange, Telering und 3 (Drei) im Einsatz.
Über die Schweiz liegen mir derzeit keine Daten vor, es kann allerdings angesichts des allgemeinen Trends davon ausgegangen werden, dass auch hier Web-Dokumente zwangsverstümmelt werden.
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