Man stelle sich vor, beim
Spiegel würden sie nach neuen Miterbeitern suchen. Angenommen bei dieser Überschrift würde man salopp auf Geschlechterneutralität verzichten. das könnte dann etwa so lauten:
"Spiegel sucht Mitarbeiter!"
Und im Inhalt wäre dann ständig, im Gegensatz zur sonst üblichen Schreibweise (JournalistIn) in explizit männlicher Form vom Journalisten die Rede. Sprich: Frauen unerwünscht. Männer gesucht. Es liest sich heraus, dass Frauen eindeutig unerwünscht sind für diese Stellen. Hypothetisch.
EMMA würde einen Aufschrei loslassen.
Alice Schwarzer würde das Ende des Abendlandes gekommen sehen, das Forum mit neuen Boykott-Aufrufen gegen den Spiegel überquellen, die ersten zehn Klagen deswegen wären bereits in Vorbereitung. Hypothetisch.
Nunja, jede Moral hat zwei Seiten, so musste ich auf der Website von EMMA unlängst recht amüsant lesen:
Und siehe da - Diskriminierung ist scheinbar okay, solange man nicht selbst betroffen ist :-)
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